Kar- und Osterliturgie


Wir laden Sie herzlich ein!

Traueranzeige

 

Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unserer Kollegsgemeinschaft,

nachdem wir bereits seit längerem vergebens auf ein Lebenszeichen unseres entführten Mitbruders Pater Paolo Dall’Oglio warten, der in Syrien bei seinen Bemühungen um Frieden offenbar von radikal islamistischen Dschihadisten  entführt wurde, trauern wir seit gestern nun auch um unseren Mitbruder Frans Van der Lugt, der in Syrien erschossen wurde. Er hatte sich bis zuletzt geweigert, Homs zu verlassen, da er damit Menschen, die bei ihm Schutz gesucht hatten, und zwar Muslime und Christen, schutzlos hätte zurück lassen müssen. Wir bitten Sie um Ihr Gebet für unsere Mitbrüder.

Pater Tobias Zimmermann SJ, Rektor Canisius-Kolleg

Pressemitteilung der deutschen Provinz der Jesuiten

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

 

die Fastenzeit neigt sich ihrem Ende entgegen und auch die Schule tritt in eine neue Phase des Schuljahres. Heute ist es ganz still im Haus: Prüfungen, für die Abiturienten die ersten Abiturprüfungen und für die zehnten Klassen die erste Prüfung des Mittleren Schulabschluss. Unsere Schüler im vorletzten Schuljahr machen sich an die Auswertung ihres vierwöchigen Sozialpraktikums. Auch letzteres ist ein entscheidendes Element einer Bildung. Um, wie es in unseren Leitlinien heißt, zu einem Menschen für Andere zu werden, bedarf es erst einmal des intellektuellen Vermögens, aus der eigenen Weltsicht und mit ihrer angeborenen Selbstverständlichkeit herauszutreten, Andere in ihrer sozialen Welt, ihrem Alltag zu entdecken und damit auch ihre Perspektive auf das Leben und die Gesellschaft. Sozialer Egoismus ist nicht selten eine Folge der Ignoranz, also fehlender Bildung in einem intellektuellen, nicht aber unbedingt akademischen, tieferen Sinne. Der reiche Prasser sieht Lazarus einfach nicht vor seiner Türe – und muss die Konsequenzen seiner Ignoranz tragen. Andere „Sehen lernen“, ein echtes Programm für die verbleibende Fastenzeit, nicht nur für Schüler.

Ich lade Sie aber ein, schon einmal einen Blick nach vorne zu tun. Wir laden Sie herzlich ein, die Feier der Kar- und Osterliturgie als einen geistlichen Weg an der Seite Jesu mit uns in der Gedenkkirche Maria-Regina-Martyrum zu gehen.

Und dann möchte ich noch einen weiteren Blick in die Zukunft tun, zu einer Veranstaltung, die Sie nicht vermissen sollten. Es geht um „Wertschätzende Kommunikation als Voraussetzung gelingender Bildung (Ulrike Gentner, Dipl. Theol./Dipl. Päd.; Stellv. Direktorin, Heinrich Pesch Haus, Kath. Akademie Rhein-Neckar und Co-Leiterin Zentrum für Ignatianische Pädagogik, Ludwigshafen). Über dieses zentrale Thema denken wir nach anlässlich des Festes unseres Patrons, Petrus Canisius am 29.04.2014, 19.30 Uhr, in Pamplona, unserer Aula unter dem Dach, am Canisius-Kolleg Berlin. Wie gelingt es, ein Kolleg mit gelebter Wertschätzung erfüllter zu gestalten? Unsere Sprache ist ein Schlüssel, Verbindung zu sich und anderen aufzunehmen. Dabei können Gespräche unterschiedliche Qualitäten haben. Kommunikation ist im Kollegsalltag zentral im Unterricht, in sozialen Systemen wie im Austausch mit Schüler/innen, Lehr- und Fachkräften, Kolleginnen/Kollegen, Eltern, Vorgesetzten.

Wertschätzung ist ein menschliches Grundbedürfnis und ein Grundprinzip pädagogischen Handelns, denn Menschen sind auf soziale Beziehungen angewiesen, in denen sie Resonanz, Beachtung und Würde erfahren. Wertschätzung bezieht sich auf die ganze Person, ihr Wesen und ist daher unabhängig von Leistungen. Wertschätzung zeigt sich in Wohlwollen, Respekt, Anerkennung wie Zugewandt sein, Freundlichkeit und Interesse. Dies stärkt den Selbstwert und fördert Zuversicht, Offenheit und Chancengleichheit. Es kommt auf Werte und die innere Haltung an, die jeder Verhaltensweise oder Handlung zu Grunde liegen, um damit nicht nur Kinder und Jugendliche in ihrer Entfaltung zu stärken. So gewinnen viele Menschen eine positive Grundhaltung (zurück) bzw. entwickeln Kompetenzen, in dem sie ausprobieren, Potenziale entfalten und ihre Erfahrungen reflektieren.
Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem Vortrag willkommen zu heißen!

Herzliche Grüße
Ihr Pater Tobias Zimmermann SJ, Rektor Canisius-Kolleg

 
   
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