Oasen
Oasen
sind Orte, in denen
man nach längeren, anstrengenden Reisen oder Märschen neue
Kraft
schöpfen und Orientierung finden kann. Die Oase-Tage bilden seit
vielen
Jahren eines der Elemente, die das spezifisch christliche Profil
unserer Schule besonders deutlich machen. Für viele
Schülerinnen und
Schüler gehören die Eindrücke und Gedanken dieser Tage,
neben
beispielsweise den Gottesdiensten in der Unterstufe, zu den
prägendsten
Erfahrungen persönlichen und geistlichen Wachstums während
der
Schulzeit.
In der siebten, achten, neunten und dreizehnten Jahrgangsstufe
verbringen die Schüler/innen gemeinsam mit einer Lehrerin und
einem Lehrer sowie begleitenden Schülerinnen und Schüler aus
der
Oberstufe zwei bis drei Tage im Alfred-Delp-Haus oder in einem Haus
außerhalb Berlins. Der äußere Ortswechsel
kann einen Rahmen bilden, der gewohnte und eingespielte
Verhaltensmuster und Rollen durchbrechen lässt und
innerhalb dessen persönliche Fragen miteinander auf neue Weise
angegangen werden können.
In jeder Jahrgangsstufe hat die Oase einen eigenen Themenschwerpunkt,
der - unter Berücksichtigung der Fragen und Anliegen, die die
Gruppe
gerade bewegen - mit Hilfe verschiedener Übungen und Spiele
bearbeitet
wird. Bei der Quarta-Oase
"Die Klasse und Ich" geht es um
Erfahrungen
zwischenmenschlichen Umgangs in der unmittelbaren Lebenswelt der
Schülerinnen und Schüler. Die späteren Oasen
beschäftigen sich z.B. mit Nähe/Intimität und Distanz (OIII-Oase).
Die Abi-Oase
schließlich lädt ein, die dann zurückliegende Schulzeit
noch einmal in den Blick zu nehmen und sich auf die Zeit nach der
Schule vorzubereiten. Immer bilden Zeiten gemeinsames Gebets und
gemeinsamer Stille feste Bestandteile, die es ermöglichen wollen,
auf
neue Weise Erfahrungen zu sammeln und zu vertiefen. Es handelt sich
also vielmehr um Besinnungstage als um eine Klassenfahrt im
herkömmlichen Sinne.
Die begleitenden Kolleginnen und Kollegen versichern der Klasse
Diskretion über alle Gespräche während dieser Tage. Die
Chance einer
Oase ist nicht, eine Klasse zu trainieren, im Schulbetrieb
bestmöglich
zu funktionieren. Es geht vielmehr darum, den einzelnen in der
Begegnung miteinander sowie durch neue Anstöße und
Erfahrungen
Anregungen für die Entfaltung als Mensch und Christ zu geben.